Ansgar Mayr MdL

Austausch zu Wirtschaft, Migration und politischer Verantwortung

Neujahrsempfang der CDU Gondelsheim mit Justizministerin Marion Gentges

Beim Neujahrsempfang des CDU-Ortsverbands Gondelsheim stand der politische Austausch über zentrale Zukunftsfragen des Landes im Mittelpunkt. Auf Einladung des Ortsverbandsvorsitzenden Manfred Schleicher kamen zahlreiche Gäste aus Politik, Kommunen und Gesellschaft im evangelischen Gemeindehaus zusammen. Unter ihnen Gondelsheims Bürgermeister Markus Rupp, Brettens Oberbürgermeister Nico Morast sowie Vertreterinnen und Vertreter benachbarter Gemeinden.

Für den CDU-Landtagsabgeordneten Ansgar Mayr bot der Abend Gelegenheit, aktuelle Herausforderungen der Region sowie landespolitische Weichenstellungen zu thematisieren. In seiner Ansprache ging Mayr insbesondere auf die angekündigte Schließung des Neff-Werks in Bretten im Jahr 2028 ein. Diese Entwicklung, so Mayr, habe nicht nur für die Stadt Bretten, sondern für die gesamte Region erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen.

„Eine solche Entscheidung löst eine Kettenreaktion aus – für Beschäftigte, Zulieferer und den regionalen Arbeitsmarkt insgesamt“, betonte Mayr. Es sei Aufgabe der Politik, wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die Unternehmen Planungssicherheit geben und Arbeitsplätze sichern. Viele Betriebe hätten derzeit das Gefühl, durch Bürokratie und langsame Verfahren ausgebremst zu werden. Hier müsse gegengesteuert werden – mit mehr Tempo, Weitblick und einer Politik, die unternehmerische Initiative wieder stärker ermöglicht.

Als Ehrengast sprach die baden-württembergische Ministerin der Justiz und für Migration, Marion Gentges, über die aktuellen Herausforderungen in der Migrations- und Sicherheitspolitik. Sie berichtete von zahlreichen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern, in denen Sorgen über gesellschaftliche und politische Entwicklungen deutlich würden. Gerade diese Rückmeldungen zeigten, wie wichtig nachvollziehbare und verlässliche staatliche Entscheidungen seien.

Gentges erläuterte die jüngsten Maßnahmen des Landes zur Steuerung der Migration, darunter organisatorische Verbesserungen in den Behörden, den Ausbau von Personal sowie den Einsatz neuer Software zur Beschleunigung von Verfahren. Auch Abschiebungen von Straftätern seien konsequent umgesetzt worden. Ziel sei es, Ordnung und Humanität gleichermaßen sicherzustellen und das Vertrauen in staatliches Handeln zu stärken.

Mit Blick auf die politische Entwicklung im Land machte Mayr deutlich, dass Baden-Württemberg vor wichtigen Richtungsentscheidungen stehe. Nach Jahren grün-geführter Landesregierungen brauche es neue Impulse, insbesondere in der Wirtschafts-, Digital- und Migrationspolitik. Die bevorstehende Landtagswahl 2026 sei eine Chance, Politik wieder stärker an den Lebensrealitäten der Menschen auszurichten – von Arbeitnehmern über Familien bis hin zu Ehrenamtlichen.

Der Neujahrsempfang bot darüber hinaus Raum für persönliche Gespräche und den interkommunalen Austausch. Auch Kommunalpolitikerinnen und -politiker aus der Region nutzten die Gelegenheit, um Herausforderungen vor Ort zu schildern und gemeinsame Perspektiven zu entwickeln.

Der Abend machte deutlich, dass der offene Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern sowie der Schulterschluss zwischen kommunaler und Landespolitik eine zentrale Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Entwicklung der Region und des Landes bleiben.